Verkehr

 

Verkehr, das ist das, was uns täglich berührt. Wenn wir ins Auto steigen, werden wir vom Fußgänger zum Autofahrer. Schieben wir ein Fahrrad, sind wir Fußgänger, setzen wir uns drauf und haben beide Füße auf den Pedalen, sind wir Fahrradfahrer. Schnallen wir uns die Inliner unter, sind wir schnelle Fußgänger. Wir sind alle täglich Verkehrsteilnehmer. Um das Miteinander zu erleichtern, ist neben Aufklärungsarbeit vor allem eine vernünftige Verkehrsraumgestaltung notwendig. Schon seit 1998 muß der Radweg nicht mehr zwingend benutzt werden, weil Radwege viele Gefahren birgen. Insbesondere schlechte, "unzumutbare" Radwege sind gefährlich. Unter Andreas Breitner wurde mit der Lichtung des Schilderwaldes begonnen. Ich will das konsequent fortsetzen. Wichtig ist dabei, daß Automobilität nicht ausgesperrt wird.
  • Bahnhalt Schleswiger Chaussee als letzter Haltepunkt
    Vom Bahnhalt Schleswiger Chaussee kann der Geh- und Radweg bis zur Büsumer Straße weitergeführt werden. Dadurch werden Seemühlen, der Eiderpark sowie Fockbek durch die Bahn erschlossen.

  • Aufhebung unnötiger Verkehrsbeschränkungen, Lichtung des Schilderwaldes.
    Einbahnstraßen weitestgehend aufheben, zumindest für den Radverkehr in Gegenrichtung öffnen. Aufhebung der Radwegebenutzungspflichten an allen unzumutbaren Radwegen (VwV-StVO zu § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO; § 45 StVO).

  • Shared Space als Option, z.B. in Neuer Straße
    Viele Straßen und Gassen in der Innenstadt haben sehr schmale, kaum vorhandene Gehwege und eine Fahrbahn. Hier sind die Fußgänger wegen der Geschäfte in der Seitenlage aber stark vertreten. Deshalb ist hier der Fußverkehr zu bevorzugen. Da aber auch Lieferverkehr stattfindet, ist eine Ergänzung der Fußgängerzone kontraproduktiv. Hier sollte ohne bauliche Veränderung das verfestigt werden, was ohnehin zu beobachten ist. Die Fußgänger laufen auf der Fahrbahn.

  • Bau der Querung für Fußgänger und Radfahrer über die Kieler Straße/Röhlingsplatz.
    Die Bevölkerung hat längst mit den Füssen abgestimmt, wie anhand des Pfades auf dem Rasen zu sehen ist.

  • Förderung des Radverkehrs
    Ohnehin soll im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans der Radverkehrsanteil erhöht werden. Rendsburg bietet sich mit seinen kurzen Strecken regelrecht an. Das Problem der gefühlten Parkplatznot in der Innenstadt wird sich durch die Steigerung des Radverkehrs lösen lassen. Außerdem profitiert Rendsburg wirtschaftlich von der Wachstumsbranche Fahrradtourismus, da Rendsburg ein Ausgangspunkt des Eider-Treene-Sorge-Radweges ist und an NOK-Route und am Ochenweg liegt.

  • Reform des ÖPNV
    Soweit es der Stadtverwaltung möglich ist, soll der Fahrplan des Stadtverkehr reformiert werden, um die Attraktivität und damit auch die Auslastung zu erhöhen.

  • Gründung eines Arbeitskreises Radverkehr
    Bezüglich der Radverkehrspolitik muß Rendsburg noch einiges nachholen.Ein Arbeitskreis unter Beteiligung der Stadtverwaltung sowie der Ratsfraktionen, der Polizei und des ADFC und möglicherweise anderer Gruppen kann Rendsburg unter dem Vorsitz eines Fahrradbeauftragten der Stadt weiterbringen. Natürlich alles ehrenamtlich ohne Aufwandsentschädigung.

  • Fahrradbeauftragter und Fußgängerbeauftragter
    Das Ehrenamt des Fahrradbeauftragten ist Chefsache.

  • Aufstellung von Fahrradbügeln an wichtigen Punkten
    Vernünftige Fahrradabstellmöglichkeiten wie auf dem Schloßplatz oder am Neuen Rathaus sind wichtig. Der klassische Felgenkiller hat ausgedient. Rendsburger Geschäftsleute sollen ermuntert werden, für vernünftige Fahrradabstellanlagen zu sorgen. Nach dem Kieler Vorbild könnten Fahrradbügel auch auf Bestellung installiert werden.

  • Parkleitsystem
    Das vom Rat abgelehnte Parkleitsystem für Rendsburg muß noch einmal diskutiert werden. Unnötige Fahrten im Stadtgebiet können so vermieden werden. Die gefühlte Parkplatznot kann gelindert werden.

  • Veloroutennetz und Radwegenetzkarte
    Die Radwegenetzkarte muß überarbeitet werden. Rendsburg braucht ein Konzept für das Veloroutennetz, welches bevorzugt mit den Umlandgemeinden erstellt geplant muß.Wegweiser müssen aufgestellt werden, um Alltagserledigung zu erleichtern oder Touristen durch die Stadt zu lotsen.

  • Parken auf dem Paradeplatz
    Für die Schüler und Lehrkräfte von HeLa und Herderschule wird ein zusätzlicher Parkplatz auf dem Gelände der alten Eiderkaserne geschaffen. Außerdem wird an den Schulen das Radfahren propagiert.
  • Nachts Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen
    Darmstadt hat damit experimentiert, Frankfurt will es versuchen. Darmstadt überlegt sogar, die Höchstgeschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h auch auf den Tag auszuweiten. Die das Bundesverkehrsministerium beratenden Experten fordern schon lange innerorts 30 km/h als Regelfall. Nach der Altstadtsanierung-Nord könnte in der Denkerstraße nachts auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h den Wohnwert der Altbauten erhöhen. Auch Gerhardstraße, Schleuskuhle etc. sollten auf die Möglichkeit hin überprüft werden.