Bürgermeisterwahl 2012

Ich trete nicht an. Mit fünf Personen ist die Auswahl groß genug. Aufgrund seiner Erfahrung in der Verwaltungsführung werde ich voraussichtlich Pierre Gilgenast wählen. Aber auch Stefan Joachim Dohm oder Holger Thiesen wären für mich wählbar. Daher gebe ich keine explizite Wahlempfehlung ab.
Ich danke alen, die mir eine Unterstützungsunterschrift gegeben hatten. Außerdem weise ich jene Kandidaten, die bei meinen Ideen für Rendsburg abgeschrieben hatten, darauf hin, daß ich keine Urheberrechtsansprüche geltend machen werde. Ich fühle mich geehrt und freue mich, meinen Beitrag für Rendsburg geleistet zu haben.

Für alle, die es interessiert, habe ich den Fragebogen zum Kandidatencheck des ADFC beantwortet:

1.) Ihr persönliches Verhältnis zum Fahrrad:
a) Besitzen Sie ein Fahrrad?
Ja, leider nur Eines, ein aufgerüstetes Trekkingrad
b) Wie häufig fahren Sie Fahrrad?
Täglich, ich unterhalte kein ein eigenes Automobil. Meine Kilometerleistung liegt im Sommer bei rund 350 km monatlich, im Winter beschränke ich mich auf die wichtigsten Alltagsfahrten. Dank Winterreifen sind die dann rund 180 km monatlich gut zu bewältigen.
c) Fahren Sie in der Freizeit oder auch im Alltag Fahrrad?
Im Alltag, denn ich unterhalte kein ein eigenes Automobil. Da ich Freude am Radfahren empfinde fahre ich aber auch in der Freizeit Touren. Kurze Touren am Abend oder auch mal längere Tagestouren sind ein guter Ausgleich für Bewegungsmangel.
d) Benutzen Sie jeden Radweg oder fahren Sie auch mal auf der Fahrbahn?
Da alle seriösen Studien belegen, daß Fahrradfahrer auf der Fahrbahn sicherer als auf dem begleitenden Radweg unterwegs sind, fahre ich generell auf der Fahrbahn. Nur dort, wo eine Radwegebenutzungspflicht angeordnet ist, nutze ich den Radweg, wenn dieser stetig im Verlauf, fahrbahnbegleitend, benutzbar und zumutbar ist. Allerdings nutze ich auch gerne Nebenwege, etwa den Rotenhöfer Weg als Alternative zur Fockbeker Chaussee.

2.) Verkehrsrecht und -sicherheit:
a) Behindern Fahrradfahrer auf der Fahrbahn nach Ihrer Auffassung den Verkehr?
Nein, rollender Verkehr kann per definitionem niemanden behindern. Jedoch stehen beständig Blechbüchsen im Weg, weil sie sich mal wieder versammeln, um einen Stau zu bilden.
b) Wer entscheidet für Rendsburg über Beschilderungen?
Die §§ 39 und 45 StVO, auf deren Basis die Straßenverkehrsbehörde. Da Rendsburg mehr als 20.000 Einwohner hat, hat die Stadt eigene Befugnisse. Diese hat auch zaghaft begonnen, den Schilderwald zu lichten.
c) Sind Drängelgitter oder Umlaufsperren für Sie ein geeignetes Mittel zur Ordnung des Verkehrs?
Nein! Tandems, mehrspurige Fahrräder oder Fahrräder mit Anhänger werden durch Umlauf sperren behindert, ebenso Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer. Einige Juristen erkennen in Umlaufsperren gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr.Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA2010) bieten Muster für hindernisfreie Entschleunigungsmaßnahmen.
d) Sind Freigaben für Fahrradfahrer entgegen einer Einbahnstraße die Ausnahme oder der Regelfall?
In Rendsburg sind schon einige Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet. Da Einfahrtverbote aber Verkehrsbeschränkungen darstellen, muß nach § 45 StVO jede Einbahnstraße geöffnet werden.

3.) (Rad-)Verkehrspolitik in Rendsburg:
a) Welchen Stellenwert schreiben Sie dem Verkehrsmittel Fahrrad für Rendsburg zu?
Die Wege in der Region sind kurz. Bis 6 km Strecke ist das Fahrrad innerorts konkurrenzfähig zum Auto, wird gesagt. Die Wege in Re
ndsburg sind kürzer. Im Individualverkehr solte daher das Fahrrad neben den Schuhsohlen als Verkehrsmittel in Rendsburg und Umgebung die erste Wahl sein.
b) Wie bewerten Sie die „Radwegenetzkarte“ der Stadtverwaltung und die Velo­routen­führung?
Da gibt es ein treffendes Zitat von Klaus Schaffner. Das ist alles dringend überarbeitungsbedürftig. Insbesondere müssen die Velorouten ausgeschildert werden, es bedarf auch der Wegweiser zu wichtigen Zielen. Wenn klar wird, daß Neue Straße oder Wallstraße gute Alternativen sind, gibt es tagsüber auch weniger ordnungswidrig durch die Fußgängerzone Radelnde.
c) Was halten Sie von den Umbau- bzw. Erweiterungsplänen der Fahrradstation am Bahnhof?
Sehr gut! Pendler, die eine kluge Verknüpfung von Verkehrsmitteln wählen werden profitieren.
c) Wie bewerten Sie die Rendsburger Radwege baulich?
Selbst relativ neue Radwege unterschreiten die Mindeststandards für Radwege. Die Zumutbarkeit ist in der Verwaltungsvorschrift benannt. Diese verweist auch auf die ERA 2010. Besonders bedrückend ist das Wissen, daß ein Radweg umso gefährlicher ist, je schlechter er ist. Angesichts der Verkehrsanteils des Radverkehrs sollte dem Radverkehr mehr Raum zugestanden werden.
d) Welche Maßnahmen sollten in Rendsburg zur Förderung des Alltagsradverkehrs ergriffen werden? Können Sie sich vorstellen, nach Kopenhagener Vorbild im Winter zuerst die Radwege räumen zu lassen?
Die Radverkehrsinfrastruktur muß vorrangig verbessert werden. Die Abordnung der Radwegebenutzungspflichten muß aus rechtlichen Gründen ohnehin erfolgen; die baulich vorhandenen Radwege bleiben für unsichere Radler erhalten. Schutzstreifen sollten auf den Fahrbahnen aufgebracht werden, damit deutlich wird, daß Fahrradfahrer dort verkehren sollen. Gerade die breiten Straßen Kieler Straße und Alte Kieler Landstraße können durch die optische Schmälerung auch entschleunigt werden. Eine Spur der Tangenten könnte als Bus- und Fahrradspur genutzt werden. Mittelfristig muß der Jngfernstieg umgestaltet werden. An Sackgassen muß kurzfristig die Durchlässigkeit signalisiert werden.
e) Wie stehen Sie zur Veloroute 5, die eigentlich über die Weiße Brücke geführt werden sollte, und welche Lösungsansätze sehen Sie?
Leider hat der Rat sich für eine teure Lösung zum Schlendern entschieden. Nun bleibt nur die Umgestaltung des Jungfernstieges als Alternative, wenn Rathaus und Theater sowie die Innenstadt gut für den Radverkehr erschlossen werden sollen.
f) Welchen Stellenwert schreiben Sie dem Fahrradtourismus für Rendsburg zu?
Die Fahrradtouristen sind schon da. Auf der NOK-Route, dem Eider-Treene-Sorge-Radweg oder auch dem Ochsenweg warten sie darauf, abgepflückt zu werden. Nicht nur Beherberungsbetriebe können profiteren. Neben den Wohnmobilisten und Seglern kann der Fahrradtourismus ein wichtiges Wirtschaftsstandbein für Rendsburg bilden.


Archiv:
Letztendlich ging er dann doch nach Kiel, der bisherige Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner. Nun werden Neuwahlen vorbereitet. Dazu gehört auch, daß sich Kandidaten finden. Eine Vielfalt der Kandidaten vergrößert die Auswahl, aus der Sie, liebe Rendsburgerinnen und Rendsburger, dann den Weg in die Zukunft der Stadt wählen. Sie können einen Kandidaten der bundesrepublikanischen Systemparteien SPD oder CDU wählen. Dann bleibt alles beim Alten. Sie können vom revolutionären Umsturz träumen und vielleicht einem möglichen Kandidaten der NPD oder der umbenannten SED Ihre Stimme geben. Oder Sie wählen die Kraft, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Als Mitglied der Deutschen Zentrumspartei, die längst keine religiöse Klientelpartei mehr ist, stehe ich voll hinter dem Grundsatzprogramm der Partei. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, nicht irgendeine Ideologie.

Beweggründe für die Kandidatur

Eigentlich hatten wir jemand Anderes mit mehr Verwaltungserfahrung im Auge. Doch er zog aus Angst vor seinen alten Parteifreunden sein Angebot zurück. Nachdem ich von mehreren Personen gefragt worden war, ging ich in mich. Ich prüfte mich, ob ich alle Rendsburger vertreten mag, ob ich mit Verwaltungsdingen klarkomme oder auch, ob ich eine Verwaltung führen könnte. Als dann auch noch das Gerücht aufkam, Klaus H. Schädel habe sich schon nach den Unterlagen erkundigt, entschied ich mich letztendlich dafür, diese Last auf mich zu nehmen. Ziel ist der Wahlsieg, im Nebeneffekt die Zentrumspartei in Rendsburg zu etablieren.

Kompetenzen

Warum kann ich eine Verwaltung führen? Zugegeben, bisher habe ich nur Erfahrung mit kleineren Einheiten. Aber ich bin teamfähig und nicht beratungsresistent. Ich höre mir gerne mehrere Meinungen an, um dann meine Meinung bestätigt zu sehen oder auch zu verändern.
Im Studium habe ich Leistungsnachweise in Verwaltungsrecht und in Zivilrecht erbracht. Mit Staatsrecht kenne ich mich auch aus. Die Entscheidungswege sind mir weitestgehend auch bekannt. Gelegentlich hatte ich in der Vergangenheit Ausschußsitzungen oder Sitzungen der Gemeindevertretungen auch der Nachbargemeinden besucht und interessiert angehört. Ansonsten bin ich einarbeitungsfähig und lese mich gerne ein.

Voraussetzungen

Ich kann entweder durch eine Ratsfraktion nominiert werden oder durch 155 Bürger, die Unterstützungsunterschriften leisten. Wer mich auf dem Wahlzettel sehen mag, kann hier unterschreiben. PDF-Datei zum Download

Ausstiegsklausel

Für den Fall, daß sich ein guter Bewerber findet, der ähnliche Ziele wie ich verfolgt und dazu mir geeigneter erscheint, werde ich auf meine Kandidatur verzichten. Dieser Kandidat bekommt dann eine Wahlempfehlung von mir. Außerdem helfe ich ihm dann gerne logistisch.